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  DER FEINSCHMECKER

Ausgabe 8/1999 Seite 84

So schrieb "DER FEINSCHMECKER" in der Ausgabe 8/1999 Seite 84:

Winziges Weingut mit eigener Weinstube in Eitelsbach, in der ein Großteil der kleinen, sauberen Produktion verkauft wird.

Weintipps: 1998 Riesling Hochgewächs trocken (9 Mark), 1998 Riesling Hochgewächs halbtrocken (9 Mark) Der Letzte Abend an der Ruwer. Wir sitzen auf der Terrasse der "Eitelsbacher Weinstube" und diskutieren in die laue Mainacht hinein. Im Glas haben wir ein 1998er Riesling Hochgewächs trocken, neun Mark die Flasche ab Weingut. "Ein typischer feiner Ruwer-Riesling, frisch und fruchtig", lobt Annegret Reh-Gartner, Chefin des Weingutes Reichsgraf von Kesselstatt, "und dann der Preis! Warum sollte da wohl jemand meinen Wein kaufen, der doch mindestens 2 Mark fünfzig mehr kostet?"
Ein schönes Kompliment für einen Winzerkollegen, zumal wir kurz zuvor die exzellenten 98er Kollektion der Kesselstattschen Ruwerweine durchprobiert haben. Schade nur, dass es der Weinmacher selbst nicht hören kann: Hans Erich Morgen ist auch Inhaber und Koch der "Weinstube" und steht jetzt, kurz vor Mitternacht, noch in der Küche. Der 47jährige gehört zu den wenig mehr als 40 Winzern im Ruwergebiet, die ihre Weine noch selbst abfüllen. Absatzprobleme hat Hans Erich Morgen nicht: Einen Großteil der rund 14 000 Flaschen Riesling, die er von anderthalb Hektar Rebfläche erzeugt, verkauft er im oder über das Lokal.

(Seite 84 DER FEINSCHMECKER 8/99)